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Pferde haben über Jahrtausende in unterschiedlichsten Bereichen gemeinsam mit dem Menschen Leistungen vollbracht, deren Ergebnisse noch heute unser Lebensumfeld entscheidend mitprägen. Ganz gleich, wohin wir uns wenden: immer waren Zugpferde in irgendeiner Art und Weise beteiligt. Beim Aufbau unserer Städte und Dörfer, bei der Kultivierung der Landschaft, im Transport von Personen und Gütern und in der Kommunikation. Das pferdebespannte Fuhrwesen ist während seiner Blütezeit im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert nicht mit idyllischer Pferdehaltung gleichzusetzen. Die gesamte Infrastruktur war auf eine gut funktionierende logistische Leistung ausgerichtet, die zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei allen Witterungsverhältnissen in Anspruch genommen werden konnte. Grundanliegen unseres Pferdemuseums ist die Vermittlung von Erlebnissen und vom „Verstehen um die Dinge“. Die Welt der arbeitenden Pferde ist konkret. Sie ist handfest – will „begriffen“ werden, um verstanden zu werden. Gemeinsam mit dem Besucher machen wir uns auf den Weg. Die Dimension dieser Pferde-Arbeitswelt ist beinahe grenzenlos – die präzise Leistung, die diese Einheit Mensch, Pferd, Maschine, Fahrzeug erbracht hat, fasziniert. Dass dabei eine Kraft eingesetzt wurde, von der wir kaum noch eine Vorstellung haben, dokumentieren in überaus lebeniger Weise die vier schweren Museums-Kaltblutpferde.
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