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Das Salzstraßen-Spectaculum. |
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Einmal im Jahr – Mitte Mai – verwandelt sich das Zugpferdemuseum in die „Lutower Vogtey“. Direkt an der Alten Salzstraße, einer bedeutenden Fernhandelsroute, gelegen, öffnet sich hier ein großes Zeitfenster. Schaut man hindurch, sieht und erlebt man mittelalterliches Markttreiben . Allerdings nicht so sehr geprägt durch waffenklirrende Schau, als mehr dem friedvollen Miteinander zugewandt. Hier soll dem Besucher ein kleiner Eindruck dessen vermittelt werden, was auf der Alten Salzstraße vor vielen Jahrhunderten und über viele Jahrhunderte geschah. Unendliche Warenströme auf dem Pferderücken, auf der Karre oder dem Wagen nahmen diesen Weg von Lübeck bis nach Venedig und umgekehrt. Dabei hatte das Salz übrigens nur einen ganz geringen Anteil – es wurde lediglich auf einem relativ kurzen Abschnitt (von der Lüneburger Saline zum Lübecker Hafen) transportiert, um dann in den gesamten Ostseeraum verschifft zu werden.
Besonders belebt war dieser Fracht- und Pilgerweg deshalb während der Hansezeit. Hier kommt es auch zu gelegentlichen Unstimmigkeiten mit der Obrigkeit, so dass 1486 sogar eine kleine Hansetagfahrt (eine Zusammenkunft von Mitgliedern des Hansebundes) im Lauenburgischen stattfand, auf der der Herzog eine deutliche Äußerung des Mißfallens der Städte Lübeck, Hamburg und Lüneburg ob der zu hohen Fährgebühren in Schnakenbek (über die Elbe) und des zu hohen Zolls in Lütau (das Zollhaus besteht als privates Wohnhaus heute noch) entgegennehmen mußte…
Wem also der Sinn nach Mittelalterlichem steht, möge das Spectaculum mit buntem Marktreiben, fröhlichen Tänzen und wohlfeyler Musik aufsuchen (www.salzstrassen-spectaculum.de). Karrenwege und Fuszpfade sind Dank der Hülfe der Obrigkeit von Diebsgesindel und Landstörzern befreit!

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