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Natürlich, Zugpferde kennen wir alle. Sie ziehen Pflug und Egge, den Ackerwagen – und der eine oder andere von uns wird sich auch noch an den Milchwagen erinnern.
Eine schöne und idyllische Erinnerung, die die unterschiedlichsten Einsatzbereiche von Zugpferden in der Vergangenheit allerdings nur in Fragmenten wiedergibt. Die Realität bot ein ganz anderes Bild. Denn nicht in der Landwirtschaft, sondern in der Industrie, dem Gewerbe, bei der Post und beim Militär arbeiteten Millionen von Pferden. Sie haben während der Industriealisierungsphase mit aller Kraft eine Entwicklung angeschoben und angezogen, die Ihnen dann in der Mitte des 20. Jahrhunderts das Aus beschert hat: den Übergang von den natürlichen zu den mechanischen PS.
Bei dieser dann folgenden raschen und gründlichen "Entsorgung" überkommener Strukturen pferdebespannter Mobilität ist nicht nur das Halfter symbolisch und endgültig an die Wand gehängt worden, sondern die gesamte Kultur eines einzigartigen Miteinanders von Mensch und Pferd, die in dieser Epoche ihren Höhepunkt erreicht hat.
Es geht also nicht um die nostalgische Betrachtung einer weitgehend gemütlichen "Pferdezeit" – es geht das Aufspüren und Aufzeigen der Beteiligung einer überwältigenden pferdbespannten Leistungsvielfalt beim Aufbau und der Gestaltung dessen, was wir heute als unser natürliches Lebensumfeld wahrnehmen.
Zusätzlich initiiert, vernetzt und begleitet das Zugpferdemuseum Forschung zu unterschiedlichsten Themen bespannter Mobilität.
Ziel ist die Angliederung eines international arbeitenden Institutes.
Diese Arbeit finanzieren wir seit rund zwanzig Jahren ausschließlich ohne öffentliche Mittel. Und darum brauchen wir Ihre Hilfe – zum Beispiel als Mitglied im Freundeskreis des Zugpferdemuseums. |